Mit einem Verkehrsunfall in Verbindung mit einem Brand wurde die Jugendfeuerwehr Lauchringen bei der diesjährigen Jahresabschlussübung konfrontiert. Das zahlreich anwesende und interessierte Publikum bekam dabei ein breites Spektrum der Feuerwehrarbeit zu sehen und zeigte sich sehr beeindruckt.

Unter den Zuschauern befanden sich neben Lauchringens Stellvertretenden Feuerwehrkommandant Mike König auch zahlreiche Eltern und auch viele Einsatzkräfte der aktiven Wehr.

Schon fast wie die erwachsenen Feuerwehraktiven gingen die 20 Bambini- und Jugendfeuerwehrmitglieder der Feuerwehr Lauchringen bei ihrer Jahresabschlussübung bei dem angedachten Unfall, der in Folge eines Reifenbrandes eines mit Gefahrstoff beladenen Lastkraftwagen und der Unaufmerksamkeit des Autofahrers zu der Kollision mit einem Radfahrer führte, ans Werk. – Die Unfallstelle sichern, den Brand mittels (Übungs-)Löschschaum bekämpfen, angrenzende Gebäude vor Feuerübergriff sichern, Fahrzeug für die Bergung des verunfallten und unter dem Auto liegenden (Dummy-) Radfahrers anheben – alles lief bei den der beteiligten Lauchringer „Bambinifeuerwehr“ (8 bis 12 Jahre) zusammen mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr (12 – 17 Jahre) ruhig und reibungslos.

Lauchringens Jugendfeuerwehrausbilder Benjamin Isele kommentierte und erklärte das von seinen Ausbilderkollegen Eric Dörflinger und Niklas Gantert konzipierte Szenario. Den Übungsverlauf unterstützten die Jugendausbilder Pirmin Anderhuber, Sina Gnädinger, Kevin Jehle, Pierre Kaiser, Dominik Lehmann, Niklas Merk und Robin Stockinger. Als Maschinisten waren die Feuerwehrmänner Patrick Bachmann und Jochen Brockmann unterstützend zu Gange.

Rasch hatten die Kinder- und Jugendlichen das Unfall- und Brandgeschehen in Griff und so konnte bald das Einsatzende bekannt gegeben werden. Und ebenso reibungslos und schnell wie der Aufbau der Einsatzübung verlief im Nachgang auch das Aufräumen. Am Ende gab es dann für die Jugendfeuerwehr ein dickes Lob aller Anwesenden mit einem großen Applaus.

Alle Fotos Copyrigth by Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Acht Neuaufnahmen in die aktive Wehr, vier Ehrungen und zahlreiche Beförderungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2019 bei der Feuerwehr Lauchringen.

Die beförderten Feuerwehrmänner bei der Freiwilligen Feuerwehr Lauchringen (von links) Michael Fleicher, Aziz, Domenik Boll, Robin Stockinger,Pirmin Anderhuber, Tobias Kummer, Gabriel Anderhuber, Fabian Nadolny, Cornelius Anderhuber, Robin Gerlach, Kevin Jehle, Pierre Kaiser, Christian Müller, Martin Lampart, Peter Anderhuber, Andreas Mager,Thomas Eckert. Bild: Herbert Schnäbele

Kommandant Bernhard Loll begrüßte neben Gemeinderat Karl Stärk, der gleichzeitig auch Bürgermeister Thomas Schäuble vertrat, sowie mehreren Gemeinderäten, auch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Edin Muslic, den stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Andreas Denoke, mehrere Kommandanten benachbarter Feuerwehren, Polizeihauptkommissar Karl Obrist vom Polizeirevier Waldshut-Tiengen und Christian Hipp vom THW Waldshut.
Von insgesamt 52 Einsätzen, darunter 22 Brandeinsätzen, unter denen auch sechs Großbrände außerhalb Lauchringens zu verzeichnen sind, 24 technische Hilfeleistungen sowie fünf sonstige beziehungsweise sogenannte blinde Alarme, war die Feuerwehr Lauchringen, so Kommandant Bernhard Loll in seinem Bericht, im  Jahr 2019 gut gefordert. Außerdem Damit leistete die Wehr rund 1000 Einsatzstunden. Des Weiteren kamen noch Ausbildungen der Feuerwehraktiven wie auch im vorbeugenden Brandschutz, zahlreiche Sicherheitswachen bei Veranstaltungen und mehrere Verkehrsdiensten dazu, was eine Summe von über 3700 Stunden ergibt.
In diesem Zusammenhang bedankte sich Kommandant Bernhard Loll auch bei den zahlreichen Funktionsträgern in der Feuerwehr und an der Spitze seinen beiden Stellvertretern Mike König und Dogan Atalay für die zusätzlich geleistete Arbeit. In den Dank eingeschlossen, insbesondere für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, war auch der Bürgermeister, die Gemeinderäte und die Gemeindeverwaltung . Sein besonderer Dank gilt jedoch allen aktiven Einsatzkräften, was er mit den Worten, „Ihr sei eine Supertruppe und ich bin stolz darauf, ein Teil davon zu sein“, unterstrich.
Schriftführerin Diana König berichtete anschließend über die besonderen Anlässe, Einsätze und Veranstaltungen der Feuerwehraktiven. Kassier Christian Müller konnte für die Feuerwehr Lauchringen ein finanziell besonders erfolgreiches in seinen Ausführungen darstellen. Von den Kassenprüfern Karl Stärk und Siegrid Eschbach wurde somit eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Jugendwart Benjamin Isele berichtete von den Aktivitäten der Bambini- und Jugendfeuerwehr und Obmann der Altersabteilung, Peter Gmelin, fasste in wenigen Worten zusammen, was in der Altersabteilung im vergangenen Jahr alles lief.
Für 25 Jahre und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Peter von Roth (25 Jahre) sowie Andreas Mager, Thomas Herzog und Detlef Staudt (40 Jahre) durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Edin Muslic geehrt und mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Silber beziehungsweise in Gold des Innenministeriums Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Auf dem Bild (von links) Stellvertretenden Kreisbrandmeister Edin Muslic, Andreas Mager, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Gold,  Peter von Roth, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Silber sowie Thomas Herzog, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Gold und Lauchringens Feuerwherkommandant Bernhard Loll. Nicht auf dem Bild Detlef Staudt, ebenfalls ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Gold. Bild: Pressestelle der Feuerwehr Lauchringen

Von Seiten des Bürgermeisters und der Gemeinde überbrachte Karl Stärk den Dank und zeigte sich sehr beeindruckt von dem umfangreichen ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrangehörigen. Nach weiteren Grußworten endete die Versammlung mit dem Wunsch des Kommandanten, dass von den Einsätzen alle immer wieder gesund nach Hause zurückkehren mögen.

Brandmeldeanlage wurde ausgelöst

Die Brandmeldeanlage des Hago-Hochregallagers im Reiherwald wurde ausgelöst – Fehlalarm

Die Rettung eingeschlossener älterer Menschen aus der Seniorenwohnanlage „Ob dem Lauffen“ in der Hauptstraße in Unterlauchringen war der Schwerpunkt der Jahresschlussübung der Feuerwehr Lauchringen. Über 70 Feuerwehrleute der Feuerwehr Lauchringen, der Feuerwehr Waldshut-Tiengen, der Feuerwehr Bonndorf und der Feuerwehr Klettgau waren mit zahlreichen Löschfahrzeugen, mit drei Drehleitern sowie einem Großlüfter im Einsatz.

Die Übungslage, die vom stellvertretenden Kommandant Dogan Atalay ausgearbeitet worden war, gab folgendes Szenarium vor: Direkt vor der Seniorenwohnanlage „Ob dem Lauffen“ war es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Tanklastwagen und einem Auto gekommen. Aus dem beschädigten Tanklastwagen floss durch ein offenes Kellerfenster Heizöl in den Keller der Wohnanlage, das dort durch einen elektrischen Kurzschluss in Brand geriet und wegen der offen stehenden Kellertüren das ganze Haus stark verrauchte.

Wegen der sich automatisch schließenden Brandschutztüren an den einzelnen Fluren waren die Bewohner zunächst in Sicherheit, mussten dann aber über die Balkone der Wohnanlage gerettet werden. Außerdem mussten die im Unfallwagen eingeklemmten Insassen aus dem Fahrzeug befreit werden. Im Verlauf von etwa einer Stunde wurden aus acht Wohneinheiten insgesamt 24 Personen gerettet. Für die Bewohner, die sich freiwillig retten ließen, war es eine aufregende Angelegenheit.

Bürgermeister Thomas Schäuble, einige Gemeinderäte und zahlreiche Zuschauer verfolgten mit Interesse der Jahresabschlussübung. 

Insgesamt sehr zufrieden zeigte sich am Ende der Übung Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll: „Es war eine wichtige Erkenntnis zu erfahren, wie schwierig es ist, ältere und gehandicapte Menschen in größerer Anzahl zu retten.“

 

Alle Bilder: Herbert Schnäbele

Gut 20 Tonnen betrug die Gesamtausbeute der Feuerwehr Lauchringen bei der diesjährigen Schrottsammlung in den beiden Ortsteilen Ober- und Unterlauchringen.

In sechs Sammelgruppen, mit jeweils einem Lastwagen oder Traktor nebst Anhänger, zogen die Mitglieder der Lauchringer Wehr unter Unterstützung von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Lauchringen trotz heftigem Regen bereits kurz nach acht Uhr zum Einsammeln des von den Bewohnern an die Straße gestellten Alteisens los.  

Jeder Gruppe wurde ein Sammelgebiet oder Adressen, zur Direktabholung, zugeordneten.

Gesammelt wurde von Eisen und Blech über Aluminium bis zu Kupfer, Edelstahl und Messing alles was an Altmetallen anfiel.

Ein besonderer und gerne angenommener Service war die telefonische Voranmeldung zur Schrottabholung von besonders sperrigen und schweren Altmetallgegenständen.

Gerade alte Waschmaschinen, Öfen, schwere Heizungsboiler und Heizkörper, aber auch Heimtrainer und Fahrrädern holte die Feuerwehr vielmals direkt aus dem Keller, der Garage oder der Wohnung ab.

Bis zum frühen Nachmittag ging die Sammelaktion der aktiven Wehrmänner.

Auch für den Oktober 2020 kündete Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll bereits wieder eine Schrottsammlung an.

Foto: Pressestelle der Feuerwehr Lauchringen