Die letzten Wochen haben unser aller Leben auf den Kopf gestellt und viel Unsicherheit, oft auch Angst und vor allem viel Leid in Europa und dem Rest der Welt kam fast von heute auf Morgen über uns. An manchen Tagen fiel es uns allen schwer, überhaupt mal ein Lächeln auf die Lippen zu bekommen.

Dafür haben die Kollegen der Berufsfeuerwehr München ein kleines Musikvideo produziert um einmal Danke zu sagen dafür, dass alle so gut es ging an einem Strang gezogen haben und oft unter nicht ganz einfachen Umständen zu Hause geblieben sind.

Damit verbundenVerbunden ist der Wunsch, und dem schließen wir Einsatzkräfte der Feuerwehr Lauchringen uns gerne an, dass wir – egal, was da noch auf uns zukommen mag – immer auch versuchen, ein bisschen fröhlich zu bleiben.

Und anstatt Minga könnte es sehr gut auch heißen, „LA’s bleibt happy“ …

In diesem Sinne viel Spaß:

Foto: Feuerwehr Lauchringen

Ausgestattet mit einem Mundschutz zeigen sich, nach einem Verkehrsunfalleinsatz, Feuerwehrkräfte der Feuerwehr Lauchringen zu einem Sekundenbild. Damit wollen sich die Einsatzkräfte bei der Oberlauchringer Nähgruppe „Nähen mit Herz“ innerhalb des Verbandes Wohneigentum Lauchringen herzlichst bedanken. Diese haben bereits weit über 1000 dieser provisorischen und nicht zertifizierten Mundschutzmasken hergestellt und an Hilfsorganisationen, Ärzte und Senioreneinrichtungen verteilt.

Ein großer Erfolg und ein rundum gelungener Abend wurde der traditionelle und weit über die Gemarkungsgrenzen bekannte Dreikönigspreisjass der Feuerwehr Lauchringen, das in diesem Jahr bereits zum fünfzigsten Mal stattfand.  

Udo Merz, Johannes Schauer, Thomas Herzog und Rainer Völkel während der dritten Spielrunde beim Dreikönig-Preisjass (v. r. n. l.).                                                                                                                                                                                          Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Mit über einhundert Jass begeisterten Spielern fanden in diesem Jubiläumsjahr so viele Teilnehmer, darunter auch Spieler des ersten Dreikönigspreisjasses vor fünfzig Jahren, den Weg in das Lauchringer Feuerwehrgerätehaus wie schon lange nicht mehr. Die Altersspanne der 102 Teilnehmer reichte dabei von 16 bis 89 Jahr, darunter 39 Spielerinnen. Die Jass-Spieler kamen aus dem gesamten Landkreis Waldshut sowie auch den angrenzenden Landkreisen und aus den benachbarten Schweizer Kantonen.

   

102 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus Nah und Fern beim Jubiläums-Dreikönigs-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen dabei. Zahlreiche hochwertige Gewinne warteten darauf ausgewählt zu werden.                                                Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

In drei Spielrunden spielten die Jassspieler um die höchste Punktzahl sowie um die zahlreichen hochwertigen Gewinnprämien.

Keiner der Jassturnierteilnehmer verließ zu später Stunde ohne einen Preis das Feuerwehrhaus von Lauchringen. Unter den zahlreichen attraktiven zur Auswahl ausgelegten Jubiläums-Preisen, so zum Beispiel Fernsehsessel mit Fußschemel, Fernseher, Raclette, reichhaltig gefüllte Geschenkkörbe oder auch zahlreiche Gutscheine, konnte sich jeder Teilnehmer entsprechend seiner Platzierung etwas aussuchen. Und selbst für den letzten Platz gab es einen Trostpreis in Form eines halben Zentners Kartoffeln.

Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll (rechts außen) zusammen mit Kommandantenstellvertreter Mike König, Waldemar Käsheimer (3. Platz), Franz Strittmatter (2. Platz) und Preisjass-Gewinner Dieter Bächle (v. l. n. r.). Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Mit der höchsten Summe an Spielpunkten gewann Dieter Bächle aus Indlekofen den diesjährigen Dreikönigspreisjass. Den 2. Platz errang Franz Strittmatter aus Albbruck, dicht gefolgt von Waldemar Käsheimer aus Riedern am Sand auf dem 3. Platz in der Gesamtwertung.

Die aktiven Frauen und Männer der Feuerwehr Lauchringen, in deren Hand die Organisation des Preisjasses lag, kümmerten sich neben dem gerechten Spielablauf auch um die entsprechende Versorgung an Speisen und Getränke während der Veranstaltung.

Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll, der sich mit seiner aktiven Mannschaft über den außerordentlich großen Zuspruch am Jubiläumspreisjass, vor allem auch über Spieler die bereits vor fünfzig Jahren mit dabei waren, freute, stellte bei der Siegerehrung auch gleich das 51. Preisjass-Turnier an Dreikönig für das Jahr 2021 in Aussicht.

„Als vor fünfzig Jahren die Feuerwehr Lauchringen mit der Idee kam, ein Preisjass an Dreikönig auszurichten“, so Bernhard Loll, „hat damals keiner damit gerechnet, dass daraus eine Tradition wird die auch heute noch großen Zuspruch erfährt. Darüber freuen wir uns ungemein und hoffen sehr, dass dies auch in den nächsten fünfzig Jahren noch weiterhin auf so großes Interesse stößt wie heute.“

Josef Herzog und Edwin Ebi sind bereits beim ersten Preisjass der Feuerwehr Lauchringen vor 50 Jahren mit dabei gewesen. Beide sind heute Mitglied der Altersabteilung in der Feuerwehr Lauchringen.                                                             Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Mit Josef Herzog und Edwin Ebi waren auch zwei Spieler der ersten Stunde beim diesjährigen Jubiläums-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen dabei:

– Seit wann sind Sie beim Dreikönig-Preisjass der Feuerwehr dabei?  Von Anfang an. Bis 1993 fanden die Preisjasse übrigens jeweils abwechselnd im Gasthaus Adler und im Hotel Feldeck statt.

– Was ist für Sie das Besondere am Jassen? Es ist reizvoll, (beim Schieber mit insgesamt 4 Spielern) mit seinem zugelosten Partner mit den jeweiligen Spielkarten eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Es ist für mich auch ein Gehirnjogging, da man sich die bereits gespielten Karten merken können sollte. Es ist auch ein gewisses Maß an Spieltaktik gefragt, die ausschlaggebend sein kann.

– Wie war das vor fünfzig Jahren beim ersten Dreikönig-Preisjass der Feuerwehr? Es war zu Beginn nur ein Feuerwehrinternes Turnier. Später kamen dann viele einheimische Jass-Spielerinnen und -spieler dazu. Und mit den Jahren kamen dann immer mehr Jass-Begeisterte aus den umliegenden Ortschaften dazu.

– Was hat sich im Laufe der Jahre verändert? Früher waren hauptsächlich schon etwas ältere Spieler da. Zwischendrin gab es auch mal einen Teilnehmerrückgang zu verzeichnen. Es gab auch Jahre mir sehr vielen Teilnehmern, die höchste Teilnehmerzahl lag bei 120 Jass-Spielern.

– Sehen Sie eine Zukunft für den Dreikönigs-Preisjass? Der Dreikönigspreisjass hat auf jeden Fall Zukunft, da in den letzten Jahren erfreulicherweise viele jüngere Jass-Spieler daran teilnehmen. Da jeder Teilnehmer einen schönen Preis erhält, ist die Teilnahme nach wie vor sehr attraktiv. (Die Fragen beantwortete Edwin Ebi)

Das Spiel Jass:

  • Jassen ist ein seit dem 19. Jahrhundert im alemannischen Sprachraum verbreitetes sehr populäres Kartenspiel.
  • Der Ursprung des Jass liegt in den Niederlanden. Protestantische Söldner brachten das Spiel im 18. Jahrhundert mit in die Schweiz.
  • Der älteste Beleg für das Jassen im alemannischen Sprachraum stammt aus dem Jahr 1796, als in Schaffhausen zwei Pfarrer zwei Bauern wegen des Jass Spielens um Wein verklagten.
  • Zahlreiche verschiedene Spielvarianten entstanden.
  • Jassen ist daher ein Oberbegriff
  • Üblicherweise wird mit vier Spielern und 36 Karten gespielt.
  • Beim Dreikönigs-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen gibt es daher ein entsprechendes Regelblatt.
  • Gespielt wird beim Dreikönigs- Preisjass in drei Durchgängen mit je 12 Spielen.
  • In der Schweiz gilt Jassen als Nationalspiel und auch in Vorarlberg ist es das Kartenspiel Nummer 1.

Test

Testseute

Mit einem Verkehrsunfall in Verbindung mit einem Brand wurde die Jugendfeuerwehr Lauchringen bei der diesjährigen Jahresabschlussübung konfrontiert. Das zahlreich anwesende und interessierte Publikum bekam dabei ein breites Spektrum der Feuerwehrarbeit zu sehen und zeigte sich sehr beeindruckt.

Unter den Zuschauern befanden sich neben Lauchringens Stellvertretenden Feuerwehrkommandant Mike König auch zahlreiche Eltern und auch viele Einsatzkräfte der aktiven Wehr.

Schon fast wie die erwachsenen Feuerwehraktiven gingen die 20 Bambini- und Jugendfeuerwehrmitglieder der Feuerwehr Lauchringen bei ihrer Jahresabschlussübung bei dem angedachten Unfall, der in Folge eines Reifenbrandes eines mit Gefahrstoff beladenen Lastkraftwagen und der Unaufmerksamkeit des Autofahrers zu der Kollision mit einem Radfahrer führte, ans Werk. – Die Unfallstelle sichern, den Brand mittels (Übungs-)Löschschaum bekämpfen, angrenzende Gebäude vor Feuerübergriff sichern, Fahrzeug für die Bergung des verunfallten und unter dem Auto liegenden (Dummy-) Radfahrers anheben – alles lief bei den der beteiligten Lauchringer „Bambinifeuerwehr“ (8 bis 12 Jahre) zusammen mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr (12 – 17 Jahre) ruhig und reibungslos.

Lauchringens Jugendfeuerwehrausbilder Benjamin Isele kommentierte und erklärte das von seinen Ausbilderkollegen Eric Dörflinger und Niklas Gantert konzipierte Szenario. Den Übungsverlauf unterstützten die Jugendausbilder Pirmin Anderhuber, Sina Gnädinger, Kevin Jehle, Pierre Kaiser, Dominik Lehmann, Niklas Merk und Robin Stockinger. Als Maschinisten waren die Feuerwehrmänner Patrick Bachmann und Jochen Brockmann unterstützend zu Gange.

Rasch hatten die Kinder- und Jugendlichen das Unfall- und Brandgeschehen in Griff und so konnte bald das Einsatzende bekannt gegeben werden. Und ebenso reibungslos und schnell wie der Aufbau der Einsatzübung verlief im Nachgang auch das Aufräumen. Am Ende gab es dann für die Jugendfeuerwehr ein dickes Lob aller Anwesenden mit einem großen Applaus.

Alle Fotos Copyrigth by Pressestelle Feuerwehr Lauchringen