Ein großer Erfolg und ein rundum gelungener Abend wurde der traditionelle und weit über die Gemarkungsgrenzen bekannte Dreikönigspreisjass der Feuerwehr Lauchringen, das in diesem Jahr bereits zum fünfzigsten Mal stattfand.  

Udo Merz, Johannes Schauer, Thomas Herzog und Rainer Völkel während der dritten Spielrunde beim Dreikönig-Preisjass (v. r. n. l.).                                                                                                                                                                                          Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Mit über einhundert Jass begeisterten Spielern fanden in diesem Jubiläumsjahr so viele Teilnehmer, darunter auch Spieler des ersten Dreikönigspreisjasses vor fünfzig Jahren, den Weg in das Lauchringer Feuerwehrgerätehaus wie schon lange nicht mehr. Die Altersspanne der 102 Teilnehmer reichte dabei von 16 bis 89 Jahr, darunter 39 Spielerinnen. Die Jass-Spieler kamen aus dem gesamten Landkreis Waldshut sowie auch den angrenzenden Landkreisen und aus den benachbarten Schweizer Kantonen.

   

102 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus Nah und Fern beim Jubiläums-Dreikönigs-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen dabei. Zahlreiche hochwertige Gewinne warteten darauf ausgewählt zu werden.                                                Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

In drei Spielrunden spielten die Jassspieler um die höchste Punktzahl sowie um die zahlreichen hochwertigen Gewinnprämien.

Keiner der Jassturnierteilnehmer verließ zu später Stunde ohne einen Preis das Feuerwehrhaus von Lauchringen. Unter den zahlreichen attraktiven zur Auswahl ausgelegten Jubiläums-Preisen, so zum Beispiel Fernsehsessel mit Fußschemel, Fernseher, Raclette, reichhaltig gefüllte Geschenkkörbe oder auch zahlreiche Gutscheine, konnte sich jeder Teilnehmer entsprechend seiner Platzierung etwas aussuchen. Und selbst für den letzten Platz gab es einen Trostpreis in Form eines halben Zentners Kartoffeln.

Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll (rechts außen) zusammen mit Kommandantenstellvertreter Mike König, Waldemar Käsheimer (3. Platz), Franz Strittmatter (2. Platz) und Preisjass-Gewinner Dieter Bächle (v. l. n. r.). Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Mit der höchsten Summe an Spielpunkten gewann Dieter Bächle aus Indlekofen den diesjährigen Dreikönigspreisjass. Den 2. Platz errang Franz Strittmatter aus Albbruck, dicht gefolgt von Waldemar Käsheimer aus Riedern am Sand auf dem 3. Platz in der Gesamtwertung.

Die aktiven Frauen und Männer der Feuerwehr Lauchringen, in deren Hand die Organisation des Preisjasses lag, kümmerten sich neben dem gerechten Spielablauf auch um die entsprechende Versorgung an Speisen und Getränke während der Veranstaltung.

Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll, der sich mit seiner aktiven Mannschaft über den außerordentlich großen Zuspruch am Jubiläumspreisjass, vor allem auch über Spieler die bereits vor fünfzig Jahren mit dabei waren, freute, stellte bei der Siegerehrung auch gleich das 51. Preisjass-Turnier an Dreikönig für das Jahr 2021 in Aussicht.

„Als vor fünfzig Jahren die Feuerwehr Lauchringen mit der Idee kam, ein Preisjass an Dreikönig auszurichten“, so Bernhard Loll, „hat damals keiner damit gerechnet, dass daraus eine Tradition wird die auch heute noch großen Zuspruch erfährt. Darüber freuen wir uns ungemein und hoffen sehr, dass dies auch in den nächsten fünfzig Jahren noch weiterhin auf so großes Interesse stößt wie heute.“

Josef Herzog und Edwin Ebi sind bereits beim ersten Preisjass der Feuerwehr Lauchringen vor 50 Jahren mit dabei gewesen. Beide sind heute Mitglied der Altersabteilung in der Feuerwehr Lauchringen.                                                             Foto Copyright Pressestelle Feuerwehr Lauchringen

Mit Josef Herzog und Edwin Ebi waren auch zwei Spieler der ersten Stunde beim diesjährigen Jubiläums-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen dabei:

– Seit wann sind Sie beim Dreikönig-Preisjass der Feuerwehr dabei?  Von Anfang an. Bis 1993 fanden die Preisjasse übrigens jeweils abwechselnd im Gasthaus Adler und im Hotel Feldeck statt.

– Was ist für Sie das Besondere am Jassen? Es ist reizvoll, (beim Schieber mit insgesamt 4 Spielern) mit seinem zugelosten Partner mit den jeweiligen Spielkarten eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Es ist für mich auch ein Gehirnjogging, da man sich die bereits gespielten Karten merken können sollte. Es ist auch ein gewisses Maß an Spieltaktik gefragt, die ausschlaggebend sein kann.

– Wie war das vor fünfzig Jahren beim ersten Dreikönig-Preisjass der Feuerwehr? Es war zu Beginn nur ein Feuerwehrinternes Turnier. Später kamen dann viele einheimische Jass-Spielerinnen und -spieler dazu. Und mit den Jahren kamen dann immer mehr Jass-Begeisterte aus den umliegenden Ortschaften dazu.

– Was hat sich im Laufe der Jahre verändert? Früher waren hauptsächlich schon etwas ältere Spieler da. Zwischendrin gab es auch mal einen Teilnehmerrückgang zu verzeichnen. Es gab auch Jahre mir sehr vielen Teilnehmern, die höchste Teilnehmerzahl lag bei 120 Jass-Spielern.

– Sehen Sie eine Zukunft für den Dreikönigs-Preisjass? Der Dreikönigspreisjass hat auf jeden Fall Zukunft, da in den letzten Jahren erfreulicherweise viele jüngere Jass-Spieler daran teilnehmen. Da jeder Teilnehmer einen schönen Preis erhält, ist die Teilnahme nach wie vor sehr attraktiv. (Die Fragen beantwortete Edwin Ebi)

Das Spiel Jass:

  • Jassen ist ein seit dem 19. Jahrhundert im alemannischen Sprachraum verbreitetes sehr populäres Kartenspiel.
  • Der Ursprung des Jass liegt in den Niederlanden. Protestantische Söldner brachten das Spiel im 18. Jahrhundert mit in die Schweiz.
  • Der älteste Beleg für das Jassen im alemannischen Sprachraum stammt aus dem Jahr 1796, als in Schaffhausen zwei Pfarrer zwei Bauern wegen des Jass Spielens um Wein verklagten.
  • Zahlreiche verschiedene Spielvarianten entstanden.
  • Jassen ist daher ein Oberbegriff
  • Üblicherweise wird mit vier Spielern und 36 Karten gespielt.
  • Beim Dreikönigs-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen gibt es daher ein entsprechendes Regelblatt.
  • Gespielt wird beim Dreikönigs- Preisjass in drei Durchgängen mit je 12 Spielen.
  • In der Schweiz gilt Jassen als Nationalspiel und auch in Vorarlberg ist es das Kartenspiel Nummer 1.

Test

Testseute

Mit einem Verkehrsunfall in Verbindung mit einem Brand wurde die Jugendfeuerwehr Lauchringen bei der diesjährigen Jahresabschlussübung konfrontiert. Das zahlreich anwesende und interessierte Publikum bekam dabei ein breites Spektrum der Feuerwehrarbeit zu sehen und zeigte sich sehr beeindruckt.

Unter den Zuschauern befanden sich neben Lauchringens Stellvertretenden Feuerwehrkommandant Mike König auch zahlreiche Eltern und auch viele Einsatzkräfte der aktiven Wehr.

Schon fast wie die erwachsenen Feuerwehraktiven gingen die 20 Bambini- und Jugendfeuerwehrmitglieder der Feuerwehr Lauchringen bei ihrer Jahresabschlussübung bei dem angedachten Unfall, der in Folge eines Reifenbrandes eines mit Gefahrstoff beladenen Lastkraftwagen und der Unaufmerksamkeit des Autofahrers zu der Kollision mit einem Radfahrer führte, ans Werk. – Die Unfallstelle sichern, den Brand mittels (Übungs-)Löschschaum bekämpfen, angrenzende Gebäude vor Feuerübergriff sichern, Fahrzeug für die Bergung des verunfallten und unter dem Auto liegenden (Dummy-) Radfahrers anheben – alles lief bei den der beteiligten Lauchringer „Bambinifeuerwehr“ (8 bis 12 Jahre) zusammen mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr (12 – 17 Jahre) ruhig und reibungslos.

Lauchringens Jugendfeuerwehrausbilder Benjamin Isele kommentierte und erklärte das von seinen Ausbilderkollegen Eric Dörflinger und Niklas Gantert konzipierte Szenario. Den Übungsverlauf unterstützten die Jugendausbilder Pirmin Anderhuber, Sina Gnädinger, Kevin Jehle, Pierre Kaiser, Dominik Lehmann, Niklas Merk und Robin Stockinger. Als Maschinisten waren die Feuerwehrmänner Patrick Bachmann und Jochen Brockmann unterstützend zu Gange.

Rasch hatten die Kinder- und Jugendlichen das Unfall- und Brandgeschehen in Griff und so konnte bald das Einsatzende bekannt gegeben werden. Und ebenso reibungslos und schnell wie der Aufbau der Einsatzübung verlief im Nachgang auch das Aufräumen. Am Ende gab es dann für die Jugendfeuerwehr ein dickes Lob aller Anwesenden mit einem großen Applaus.

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Acht Neuaufnahmen in die aktive Wehr, vier Ehrungen und zahlreiche Beförderungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung 2019 bei der Feuerwehr Lauchringen.

Die beförderten Feuerwehrmänner bei der Freiwilligen Feuerwehr Lauchringen (von links) Michael Fleicher, Aziz, Domenik Boll, Robin Stockinger,Pirmin Anderhuber, Tobias Kummer, Gabriel Anderhuber, Fabian Nadolny, Cornelius Anderhuber, Robin Gerlach, Kevin Jehle, Pierre Kaiser, Christian Müller, Martin Lampart, Peter Anderhuber, Andreas Mager,Thomas Eckert. Bild: Herbert Schnäbele

Kommandant Bernhard Loll begrüßte neben Gemeinderat Karl Stärk, der gleichzeitig auch Bürgermeister Thomas Schäuble vertrat, sowie mehreren Gemeinderäten, auch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Edin Muslic, den stellvertretenden Kreisverbandsvorsitzenden Andreas Denoke, mehrere Kommandanten benachbarter Feuerwehren, Polizeihauptkommissar Karl Obrist vom Polizeirevier Waldshut-Tiengen und Christian Hipp vom THW Waldshut.
Von insgesamt 52 Einsätzen, darunter 22 Brandeinsätzen, unter denen auch sechs Großbrände außerhalb Lauchringens zu verzeichnen sind, 24 technische Hilfeleistungen sowie fünf sonstige beziehungsweise sogenannte blinde Alarme, war die Feuerwehr Lauchringen, so Kommandant Bernhard Loll in seinem Bericht, im  Jahr 2019 gut gefordert. Außerdem Damit leistete die Wehr rund 1000 Einsatzstunden. Des Weiteren kamen noch Ausbildungen der Feuerwehraktiven wie auch im vorbeugenden Brandschutz, zahlreiche Sicherheitswachen bei Veranstaltungen und mehrere Verkehrsdiensten dazu, was eine Summe von über 3700 Stunden ergibt.
In diesem Zusammenhang bedankte sich Kommandant Bernhard Loll auch bei den zahlreichen Funktionsträgern in der Feuerwehr und an der Spitze seinen beiden Stellvertretern Mike König und Dogan Atalay für die zusätzlich geleistete Arbeit. In den Dank eingeschlossen, insbesondere für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, war auch der Bürgermeister, die Gemeinderäte und die Gemeindeverwaltung . Sein besonderer Dank gilt jedoch allen aktiven Einsatzkräften, was er mit den Worten, „Ihr sei eine Supertruppe und ich bin stolz darauf, ein Teil davon zu sein“, unterstrich.
Schriftführerin Diana König berichtete anschließend über die besonderen Anlässe, Einsätze und Veranstaltungen der Feuerwehraktiven. Kassier Christian Müller konnte für die Feuerwehr Lauchringen ein finanziell besonders erfolgreiches in seinen Ausführungen darstellen. Von den Kassenprüfern Karl Stärk und Siegrid Eschbach wurde somit eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Jugendwart Benjamin Isele berichtete von den Aktivitäten der Bambini- und Jugendfeuerwehr und Obmann der Altersabteilung, Peter Gmelin, fasste in wenigen Worten zusammen, was in der Altersabteilung im vergangenen Jahr alles lief.
Für 25 Jahre und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Peter von Roth (25 Jahre) sowie Andreas Mager, Thomas Herzog und Detlef Staudt (40 Jahre) durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Edin Muslic geehrt und mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Silber beziehungsweise in Gold des Innenministeriums Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Auf dem Bild (von links) Stellvertretenden Kreisbrandmeister Edin Muslic, Andreas Mager, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Gold,  Peter von Roth, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Silber sowie Thomas Herzog, ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Gold und Lauchringens Feuerwherkommandant Bernhard Loll. Nicht auf dem Bild Detlef Staudt, ebenfalls ausgezeichnet mit dem Ehrenzeichen in Gold. Bild: Pressestelle der Feuerwehr Lauchringen

Von Seiten des Bürgermeisters und der Gemeinde überbrachte Karl Stärk den Dank und zeigte sich sehr beeindruckt von dem umfangreichen ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrangehörigen. Nach weiteren Grußworten endete die Versammlung mit dem Wunsch des Kommandanten, dass von den Einsätzen alle immer wieder gesund nach Hause zurückkehren mögen.

Die Rettung eingeschlossener älterer Menschen aus der Seniorenwohnanlage „Ob dem Lauffen“ in der Hauptstraße in Unterlauchringen war der Schwerpunkt der Jahresschlussübung der Feuerwehr Lauchringen. Über 70 Feuerwehrleute der Feuerwehr Lauchringen, der Feuerwehr Waldshut-Tiengen, der Feuerwehr Bonndorf und der Feuerwehr Klettgau waren mit zahlreichen Löschfahrzeugen, mit drei Drehleitern sowie einem Großlüfter im Einsatz.

Die Übungslage, die vom stellvertretenden Kommandant Dogan Atalay ausgearbeitet worden war, gab folgendes Szenarium vor: Direkt vor der Seniorenwohnanlage „Ob dem Lauffen“ war es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Tanklastwagen und einem Auto gekommen. Aus dem beschädigten Tanklastwagen floss durch ein offenes Kellerfenster Heizöl in den Keller der Wohnanlage, das dort durch einen elektrischen Kurzschluss in Brand geriet und wegen der offen stehenden Kellertüren das ganze Haus stark verrauchte.

Wegen der sich automatisch schließenden Brandschutztüren an den einzelnen Fluren waren die Bewohner zunächst in Sicherheit, mussten dann aber über die Balkone der Wohnanlage gerettet werden. Außerdem mussten die im Unfallwagen eingeklemmten Insassen aus dem Fahrzeug befreit werden. Im Verlauf von etwa einer Stunde wurden aus acht Wohneinheiten insgesamt 24 Personen gerettet. Für die Bewohner, die sich freiwillig retten ließen, war es eine aufregende Angelegenheit.

Bürgermeister Thomas Schäuble, einige Gemeinderäte und zahlreiche Zuschauer verfolgten mit Interesse der Jahresabschlussübung. 

Insgesamt sehr zufrieden zeigte sich am Ende der Übung Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll: „Es war eine wichtige Erkenntnis zu erfahren, wie schwierig es ist, ältere und gehandicapte Menschen in größerer Anzahl zu retten.“

 

Alle Bilder: Herbert Schnäbele